Nachrichten
Fahrt zum Landtag NRW nach Düsseldorf
Informative Vorträge am Welt-Parkinson-Tag
Neue Erkenntnisse lassen hoffen
Mitarbeit in der Gruppe gefragt
Parkinson-Behandlungsformen und logopädische Therapiemöglichkeiten
Entspannung und Wohlbefinden für Parkinsonpatienten und Angehörige
Versicherten- und Patientennetzwerk im Kreis Steinfurt gegründet
2011
Harnblasenstörungen bei Morbus Parkinson und deren Behandlung
Vdk Ortsverband Burgsteinfurt beschließt das Jahr 2011
Kompetenter Wissens- und Erfahrungsaustausch in Unna
Hohe Erwartungen an die neue Hauptgeschäftsführerin des vfa: Birgit Fischer beim 18. vfa-Round-Table
Tiefe Hirnstimulation bei Parkinson
Der VdK zapft an: Wir feiern gemeinsam Oktoberfest
Elisabeth Veldhues (MdL) wird 333. Mitglied unserer Regionalgruppe
Parkinson Regionalgruppe und VdK Burgsteinfurt auf Tour
Parkinsongruppe im Seniorenzentrum
Parkinsonpatienten besuchen Marienhospital Emsdetten
Parkinsonpatienten gehen in die HELIOS Klinik Hagen-Ambrock…
"Westfälische Edelsteine" - Forschung im Gesundheitswesen
Sommerfest mit Zauberpater und Ehrengästen
Parkinson Regionalgruppe Gronau feiert Sommerfest
Psychotherapeutische Unterversorgung im Kreis Steinfurt
Parkinson: Sich bewegen bringt Segen!
Tipps und Informationen zu Therapie und Alltag zum Nachlesen
Parkinson-Gruppenreise führte in den Schwarzwald
Unser Ehrenmitglied Daniel Bahr wurde zum Gesundheitsminister ernannt
Parkinsongruppe besichtigt Essmann's Backstube
Osterkerze für Kriegergedächtniskapelle
Ehrenmitglied Daniel Bahr hat eingeladen
Erstes Treffen des „Forum Migration“ im Paritätischen
Informationen zum dPV Gruppenvertrag und zur Bestattungsvorsorge
Der 7. Deutsche Parkinson-Kongress in Kiel
Parkinsongruppen beim 1.Dülmener Parkinson-Tag
Informative Parkinson-Veranstaltung
Neujahrsgrüße der besonderen Art
Archiv
Tagungen, Aktionen, Reisen
und
die Gesundheitsreform ...


Über 70 Gruppenmitglieder kamen am 09.05. zum Treffen der Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt in den Landgasthof Teepe.
Mit dem gemeinsamen Kaffeetrinken, einem Lied und schwungvoller Kurzgymnastik durch Stefanie Jaegers, KG Jüttemann, stimmten sich die Teilnehmer auf die Veranstaltung ein.
Zunächst referierte Dr. Pérez-González, Chefarzt der Neurologischen Klinik der Christophorus-Kliniken Dülmen, zu dem Thema „Demenz und Parkinson“.
Er erläuterte den Unterschied zwischen normalen geistigen Alterungsprozessen und demenziellen Entwicklungen und stellte dann verschiedene Formen der Demenz vor.
Den Schwerpunkt seines Vortrages bildeten die Demenzen vom Alzheimer-Typ, der Normaldruckhydrocephalus und neurodegenerative Ursachen einer Demenz. Betont wurde die Notwendigkeit einer genauen Abklärung, da es durchaus heilbare Formen demenzieller Erkrankungen gibt.
Dr. Pérez-González machte deutlich, dass bei einer Parkinsonerkrankung aufgrund der Verlangsamung der geistigen Prozesse schnell auf eine generelle Störung der Informationsverarbeitung geschlossen werde. Auch könnten begleitende psychische Symptome wie z.B. eine Depression oder Halluzinationen unter Medikation den Eindruck fälschlicherweise unterstreichen.
Nicht heilbare demenzielle Erkrankungen können mit medikamentösen Therapien, strukturellen und therapeutischen Maßnahmen erleichternd begleitet werden.
Im Anschluss vertiefte die Klinische Neuropsychologin Frau Overbeck dieses Thema aus neuropsychologischer Sicht. Sie erläuterte zunächst den Unterschied geistiger und alltagspraktischer Leistungsfähigkeit beim normalen Altern, bei einer leichten kognitiven Beeinträchtigung und einer Demenz. Die leichte kognitive Beeinträchtigung ist eine Zwischenform zwischen dem normalen Altern und einer Demenz, die nicht zwangsläufig in eine Demenz führt. In einem praktisch orientierten zweiten Teil des Vortrags wurden Diagnoseverfahren für Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistungen, für visuell-räumliche und exekutive Funktionen vorgestellt. Zum Abschluss wurde zusammen mit den Zuhörern die Symptomatik einer Depression erarbeitet und erläutert, wie sich die Unterschiede zwischen depressiven (reversiblen) und demenziellen geistigen Leistungseinbußen diagnostizieren lassen.
Allgemeine und individuelle Fragen wurden von den Referenten ausführlich beantwortet. Die von Dr. Pérez-González ausgesprochene Einladung, am 12.09. zum 2. Parkinsontag in das Franz-Hospital Dülmen zu kommen, wurde von den Gruppenmitgliedern gerne angenommen.
(MRK, 10.05.2012)
Fahrt zum Landtag NRW nach Düsseldorf


Die Gruppe im Landtag

Im Plenarsaal
Am 25. April folgten 50 Mitglieder der Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt und des VdK Burgsteinfurt der Einladung von Elisabeth Veldhues, Mitglied des ständigen Ausschusses des Landtags NRW, in den Landtag nach Düsseldorf.
Elisabeth Veldhues, Fördermitglied der Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt, verwöhnte auf der Hinfahrt die Teilnehmer im Bus mit belegten Brötchen und Getränken und verbreitete Geselligkeit und gute Laune. Unterstützt wurde sie dabei von ihrer Mitarbeiterin Frau Grommé. Durch Rotraud Sippel angestimmt, wurden fröhliche Lieder gesungen, so dass der Landtag in bester Stimmung erreicht wurde.
Nach dem Sicherheitscheck im Landtag wurde den Reiseteilnehmern zunächst in der Cafeteria mit Blick auf den Rhein ein Mittagessen serviert.
In Anschluss daran hatte Frau Veldhues eine Führung organisiert, die von Ben Verhoeven vom Besucherdienst im Landtag, sehr interessant und kurzweilig gestaltet wurde. Eine Stadtrundfahrt durch unsere Landeshauptstadt Düsseldorf mit kompetenter Reiseleitung und unserem Fahrer Ronny Foede, der den Bus souverän durch die zum Teil sehr engen Straßen chauffierte, bildete den Abschluss des Programms.
Reiner Krauße bedankte sich im Namen der Gruppe bei Frau Veldhues und ihrer Mitarbeiterin Frau Grommé für die gute Organisation. Die Teilnehmer zeigten sich durchweg begeistert von der harmonischen Atmosphäre dieser Landtagsfahrt.
(JT/ MRK, 27.04.2012)
Informative Vorträge am Welt-Parkinson-Tag

Vorträge von Elisabeth Nagelschmidt, Caritasverband Rheine, und PD Dr. med. Zugor, Oberarzt und Leitender Arzt der Abteilung für Urologie im St. Antonius-Hospital Gronau.
Am Welt-Parkinson-Tag kamen zahlreiche Mitglieder der Regionalgruppen Kreis Steinfurt und Gronau im Landgasthof Teepe zu einer Vortragsveranstaltung zusammen. Zunächst informierte Elisabeth Nagelschmidt, Caritasverband Rheine, über "Senioren- und behindertengerechte Wohnungsgestaltung zu Hause". Hierbei ist die Zielsetzung, dass Senioren, auch mit Beeinträchtigungen, noch lange Zeit selbständig in ihrem gewohnten häuslichen Umfeld leben können. Sie gab wertvolle Tipps, wie man für "kleines Geld" Wohnraum individuell auf die Bedürfnisse abgestimmt, gestalten kann. Hierfür bietet der Caritasverband kostenlose Beratung an.
Im Anschluss daran informierte PD Dr. med. Zugor, Oberarzt und Leitender Arzt der Abteilung für Urologie im St. Antonius-Hospital Gronau, über über die Möglichkeiten der "Botox-Prostata-Behandlung". Er erläuterte Hintergründe und Wirkungsmechanismen von Botulinumtoxin und stellte im Detail die Anwendung und Erfolge bei urologischen Problemen vor. Botulinumtoxin in der Urologie ist eine sichere und effektive Behandlungsmethode zur Therapie bestimmter neurogener Blasenfunktionsstörungen. Die Injektionstechniken und erforderlichen Dosen sind etabliert. Die Behandlung ist eine Alternative zu definitiven OP-Massnahmen. Individuelle Fragen der Gruppenmitglieder wurden von beiden Referenten detailliert beantwortet, so dass die Teilnehmer gut informiert ihren Heimweg antraten.
(MRK, 11.04.2012)
Neue Erkenntnisse lassen hoffen
Mitarbeit in der Gruppe gefragt



Die Gruppe bei den Vorträgen von PD Dr. Warnecke, Oberarzt an der Uniklinik Münster, und von Karin Jöhring, Regionalgeschäftsführerin der IKK classic Rheine.
Über 350 Mitglieder hat die Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt, und die wohnen zum Teil außerhalb des Kreises und auch jenseits der Grenzen des Landes NRW. Der ungewöhnlich hohe Mitgliederstand ist das Ergebnis einer besonders intensiven Mitgliederbetreuung und im Übrigen auch eines regen Gruppenlebens. Den Löwenanteil der Arbeit leisten Margret und Reiner Krauße, die sich aber mehr auf die Beratung neuer Mitglieder und die Unterstützung in gesundheitlichen Notsituationen konzentrieren wollen.
Für die organisatorische Arbeit, unter anderem die Vorbereitung und Leitung der regelmäßigen Gruppentreffen und die Pressearbeit, wünschen sie sich Entlastung. Deshalb ermunterte Reiner Krauße die Teilnehmer des jüngsten Treffens der Gruppe ausdrücklich, ihre Begabungen einzubringen. Solide Einarbeitung sei sichergestellt.
Höchst interessant war wiederum der fachliche Teil des Treffens. PD Dr. Tobias Warnecke, Oberarzt an der Uni-Klinik Münster, stellte in den Mittelpunkt seiner Ausführungen die nicht motorischen Symptome der Parkinsonkrankheit. Es sind zwar zunächst nur neue Erkenntnisse bezüglich der Diagnose der Parkinsonkrankheit und dennoch darf man vorsichtige Hoffnungen daran knüpfen, denn je früher die Erkrankung erkannt werde, umso besser.
Was die Diagnose Parkinson auf Grund motorischer Symptome anbelange, wisse man, dass eine Bewegungsverlangsamung feststellbar sein muss, dazu aber eine Muskelsteifigkeit, Zittern oder Gleichgewichtsstörungen. Beim Parkinson sind zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits 60 Prozent und mehr Gehirnzellen untergegangen, das heißt die Erkrankung hat schon Jahre vorher eingesetzt.
Deshalb werde seit geraumer Zeit nach anderen Symptomen gesucht, die eine wesentlich frühere Diagnose und Behandlung ermöglichen. Anhaltspunkte, so zeichnet es sich ab, können nicht motorische Symptome wie Schlafstörungen (Toben im Schlaf), Blutdruckregulationsstörungen, Störungen der geistigen Fähigkeiten, seelische Störungen, Blasen- und Darmstörungen, Schmerzen und Schluckstörungen sein.
Bei diesen Symptomen komme es bislang noch in 62 Prozent der Fälle zu Fehldiagnosen, das heißt, es werde nicht erkannt, dass es sich gegebenenfalls um Parkinson handle und wenn es schließlich bemerkt werde, sei wichtige Zeit verloren, Lebensqualität eingeschränkt und die Behandlungskosten insgesamt unnötig hoch, weil falsch behandelt worden sei. Anhaltender Applaus bestätigte, dass Dr. Warnecke die komplizierte Materie sehr anschaulich vermittelt hatte.
Karin Jöhring, Regionalgeschäftsführerin der IKK classic aus Rheine, hatte zuvor wertvolle Tipps gegeben, indem sie einige Neuerungen auf dem Gesundheitssektor vorstellte. Dabei ging sie unter anderem auf die Möglichkeit der Erstattung von Wahlarzneimitteln ein. Was mit der elektronischen Gesundheitskarte möglich und was beabsichtigt sei, stellte sie dar und dass eine Reihe von Daten dort nur gespeichert werden, wenn der Versicherte das wünscht. Ob die politisch angestrebte Verkürzung der Wartezeit auf einen Facharzttermin gelinge, sei abzuwarten. Durch die Novellierung des Versorgungsstrukturgesetzes werde jedenfalls versucht, die Ärzte passgenauer auf die Fläche zu verteilen.
(NK, 15.03.2012)
Parkinson-Behandlungsformen und logopädische Therapiemöglichkeiten

Vorträge von Dr. med. Aufenberg und Julia Schwarze vom Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup
Einer Demenz vorzubeugen oder ihren Eintritt hinauszuzögern heißt, seinen Verstand zu aktivieren, ohne das in Stress ausarten zu lassen, indem man etwa glaubt, jedes Kreuzworträtsel lösen zu müssen. Das betonte Dr. med. Christoph Aufenberg vom Herz-Jesu-Krankenhaus Hiltrup im Rahmen seines Vortrags über „Neue Entwicklungen in Diagnostik und Therapie bei Morbus Parkinson.“
Beim wiederum sehr gut besuchten Treffen der Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt befasste er sich zunächst mit drei alternativen Behandlungsformen bei fortgeschrittener Parkinsonerkrankung: der tiefen Hirnstimulation, dem Einsatz der Apomorphinpumpe und der Duodopapumpe. Er zeigte die jeweiligen Vor- und Nachteile auf, betonte aber, es komme trotz allgemein gültiger Erkenntnisse dazu immer auf den konkreten Einzelfall an. Während man früher davon ausging, Parkinson könne sich zwar denk verlangsamend darstellen, aber nicht mit Demenz einhergehen, diagnostiziere man heute bei etwa 20 bis 40 Prozent der Parkinsonpatienten bei einem Krankheitsverlauf von 12 bis 20 Jahren auch Demenz. Parkinson und Partnerschaft sowie Parkinson und Autofahren waren die weiteren interessanten Schwerpunkte des Vortrags. Neue Erkenntnis zu Parkinson habe die Medizin eher nicht, man verspreche sich aber auf Sicht einiges von der Stammzellenforschung.
Ebenfalls vom Herz-Jesu-Krankenhaus kam die Logopädin Julia Schwarze, die sich mit „Schluckstörungen: Diagnostik und logopädische Therapiemöglichkeiten“ befasste. Schluckstörungen kommen bei Parkinsonpatienten in unterschiedlichen Ausprägungen vor. Die Logopädie befasst sich hier mit Atmung, Stimme, Mimik, Gedächtnis und Sprache. Die gute Botschaft: Es gibt eine Fülle von bewährten Behandlungsmöglichkeiten, die Julia Schwarze sehr praxisnah und kurzweilig darstellte.
(NK, 09.02.2012)
Entspannung und Wohlbefinden für Parkinsonpatienten und Angehörige
Vorträge von Ulla Tibbe (Foto 1) und Claudia Wehmschulte (Foto 2)
Auch im Jahr 2012 bieten wir unseren Mitgliedern ein Programm, das sich an den Alltagssorgen und Problemen von Parkinsonpatienten und ihren Angehörigen orientiert. Dabei ist es uns ein besonderes Anliegen, das Programm so zu gestalten, dass es für langjährige und neue Mitglieder gleichermaßen abwechslungsreich wie informativ ist.
Unter dem Motto „Entspannung und Wohlbefinden“ stand das erste Gruppentreffen im neuen Jahr im Landgasthof Teepe, an dem ca. 70 Mitglieder teilnahmen. Zunächst informierten Ulla Tibbe und Dorothea Stauvermann über die Wirkung der Heilpflanze Aloe. Einige Mitglieder nutzten die Möglichkeit, eine Anwendungsform der Aloe auszuprobieren.
Anschließend referierte Claudia Wehmschulte, Reikimeisterin, über Meditationstechniken zur Entspannung. Zum Abschluss ihres theoretischen Vortrags lud Frau Wehmschulte die Anwesenden zu einer geführten Meditation ein.
Die Referentinnen standen den Mitgliedern anschließend für ihre persönlichen Fragen zur Verfügung.
(MRK, 12.01.201)
Versicherten- und Patientennetzwerk im Kreis Steinfurt gegründet
(v. l.) Norbert Klapper, Reiner Krauße, Dorothea Stauvermann und Peter Metje (Geschäftsführer des Paritätischen) unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Versicherten- und Patientennetzwerk im Kreis Steinfurt und dem Paritätischen.
Das Ziel, in 2011 ein Versicherten- und Patientennetzwerk im Kreis Steinfurt zu gründen, haben die Steinfurter Dorothea Stauvermann, Reiner Krauße und Norbert Klapper erreicht. Nachdem die Zusammenarbeit mit dem auf Landesebene bestehenden Patientennetzwerk vereinbart und die Kooperation mit der Kreisgruppe Steinfurt des Paritätischen im November unterzeichnet wurde, sind jetzt die letzten formalen Hürden genommen. Es ist in Nordrhein-Westfalen das erste derartige Netzwerk auf Kreisebene, und beim Patientennetzwerk auf Landesebene hofft man deshalb, dass andere Kreise und kreisfreie Städte folgen.
Anders als das Patientennetzwerk auf Landesebene firmiert der Zusammenschluss im Kreis Steinfurt unter „Versicherten- und Patientennetzwerk“ (Gesellschaft bürgerlichen Rechts, GbR). „Es war uns ganz wichtig, die Versicherten ausdrücklich einzubeziehen, denn es gilt, ihre Interessen bereits zu unterstützen, bevor sie möglicherweise zu Patienten werden,“ betonen die drei Initiatoren.
Im Versicherten- und Patientennetzwerk arbeiten Organisationen und einzelne Personen zusammen, die im Gesundheitswesen tätig sind und primär die Interessen von Kranken- und Pflegeversicherten sowie von Patienten vertreten. Das Netzwerk unterstützt Versicherte und Patienten gegenüber den anderen Mitwirkenden im Gesundheitswesen, insbesondere den Kostenträgern und Leistungserbringern sowie den Gesundheitsbehörden und der Gesundheitspolitik. Mit ihnen wird aber eine konstruktive Zusammenarbeit angestrebt. Mitglieder im Netzwerk müssen dagegen von Kostenträgern und Leistungserbringern unabhängig sein.
Das Netzwerk soll insbesondere Selbsthilfegruppen im Gesundheitswesen unterstützen, soweit diese das wünschen. Ziele der Zusammenarbeit im Netzwerk sind unter anderem der Erfahrungsaustausch, die Gewinnung und Vertiefung von Informationen sowie ihre Verbreitung und die gemeinsame Willensbildung und Willensäußerung. Das Netzwerk führt grundsätzlich keine Einzelberatung durch, sondern vertritt Forderungen allgemeiner Natur. Da solche jedoch meistens aufgrund konkreter Einzelfälle deutlich werden, sind entsprechende Hinweise ausdrücklich erwünscht.
Kontakt: Versicherten- und Patientennetzwerk, Wilmeresch 6 a, 48565 Steinfurt;
versicherten-und-patiennetzwerk@email.de. (Anonyme Eingaben werden nicht aufgegriffen.)
(NK/ RK/ DST, 6.01.2012)
Wie in Kindertagen kommt der Nikolaus besonders an, wenn er eine Überraschung dabei hat...

Walter Torbecke und Willi Jürgens trugen durch ihre musikalischen Beiträge zur festlichen Stimmung bei.

(v. l.) Reiner Krauße überreicht Heinz Hille eine Kerze für die Kriegergedächtniskapelle Borghorst, vorn MdL Elisabeth Veldhues, die als neues Fördermitglied erstmals bei der Regionalgruppe war.
Eine stimmungsvolle Adventsfeier erlebten rund 100 Mitglieder unserer Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt am Samstag in der Steinfurter Landgaststätte Teepe. Bevor Schirmherr Heinz Hille jedoch zu seinem Grußwort kam, musste der formelle Teil erledigt werden.
Gruppenleiter Reiner Krauße dankte drei Gruppenmitgliedern, die nicht genannt werden möchten, für ein von ihnen gefertigtes Tischbanner, das die künftigen Gruppentreffen begleiten wird. Sodann begrüßte er den neuen künftigen Oberarzt am Universitätsklinikum Münster, Dr. Tobias Warnecke, der sich kurz vorstellte. Zu seinem Aufgabenbereich gehöre die Behandlung von Parkinsonpatienten. Dabei setze er auf Patientenorientierung, wolle die einschlägige Forschung voranbringen und die nicht medikamentöse Therapie verstärken. Das kam an.
311 Mitglieder zählte die Regionalgruppe zu Beginn des Jahres, jetzt sind es 347, führte Reiner Krauße aus. Als 333. Mitglied sei Elisabeth Veldhues aufgenommen worden. Die Landtagsabgeordnete der SPD, wohnhaft in Rheine, begründete ihren Beitritt als förderndes Mitglied der Gruppe unter anderem damit, dass vor allem Reiner Krauße regelmäßig Einladungen zu einschlägigen Diskussionsveranstaltungen annehme und sie durch seine Wortbeiträge belebe. Da wolle sie etwas zurückgeben und sich zugleich mit chronisch kranken Menschen solidarisch zeigen. Die Gesundheits- und Sozialpolitikerin ging auch kurz auf aktuelle Fragen aus diesem Spektrum ein.
Dann übernahmen Willi Jürgens und Walter Torbecke das Zepter. Sie leiteten in den adventlichen Teil über, den sie vor allem musikalisch gestalteten. Willi Jürgens verband dabei gekonnt Soloauftritte mit Weihnachtsliedern, die gemeinsam mit den Besuchern gesungen wurden, die davon offenbar gar nicht genug bekommen konnten. Einige von ihnen gaben aber auch selbst Geschichten beziehungsweise Gedichte zum Besten. Und selbstverständlich hatte auch der Nikolaus die Veranstaltung am Samstag auf seinem Kalender. Sorgfältig hatte er übers Jahr Buch geführt, dankte dem Leitungsteam und den Besuchern für ihr Engagement und hatte für alle eine kleine Überraschung dabei, die er im Auftrag von Sponsoren übergab, die – Bescheidenheit ehrt – ebenfalls nicht einmal genannt werden wollten. Gegen Ende der Veranstaltung überreichte Reiner Krauße traditionsgemäß eine Kerze für die Kriegergedächtniskapelle in Borghorst. Heinz Hille nahm sie als Vorsitzender des Trägervereins entgegen und erinnerte daran, dass wir nun schon über 60 Jahre in Frieden leben, weshalb er die Kerze als Friedenslicht entzünden werde.
(NK, 12.12.2011)
Video-Beitrag über die Adventsfeier bei VOIS.TV
http://www.vois.tv/?vid=4117
Harnblasenstörungen bei Morbus Parkinson und deren Behandlung

Vortrag von PD Dr.med. Vahudin Zugor, Oberarzt der Urologie des St. Antonius-Hospitals Gronau.

Reiner Krauße moderierte mit Ludwig Leuderalbert und Doris Lienkamp, Leiter und stellvertretende Leiterin der Regionalgruppe Gronau, die Fragen aus dem Publikum.
Bis auf den letzten Platz besetzt waren die Stühle beim Vortrag von PD Dr.med. Vahudin Zugor, Oberarzt der Urologie am 23.11.2011 im Schulungszentrum des St. Antonius-Hospitals Gronau. Reiner Krauße, Regionalgruppenleiter der Parkinsongruppe Kreis Steinfurt, Ludwig Leuderalbert und Doris Lienkamp als Leiter und stellvertretende Leiterin für die Regionalgruppe Gronau begrüßten Dr. Zugor und die Mitglieder der zum Teil mit dem Bus angereisten Parkinsongruppen.
Nach der Einführung in das Thema Blasenentleerungsstörungen ging Dr. Zugor auf die spezielle Situation bei Morbus Parkinson ein. Der Mensch ist im Alter von ca. 5 Jahren in der Lage die Blase willkürlich zu entleeren, hierbei steuert das Großhirn den letztendlichen Reflex der Blasenentleerung. Bei verschiedenen Erkrankungen wie Demenz, Morbus Parkinson oder Multipler Sklerose ist diese Funktion gestört. Dabei sind Blasenentleerungsstörungen häufig auch mit Störungen der sexuellen Funktion verbunden, wobei die Ursachen noch ungeklärt sind.
„Im höheren Lebensalter kommt bei Männern ein weiterer Punkt hinzu: neurologische Blasenentleerungsstörungen können allein oder überlagert mit Prostataproblemen auftreten“, so Dr. Zugor. Als Grund für jegliche Behandlung nannte der Urologe eine eingeschränkte Lebensqualität und großen Leidensdruck. Die gute Nachricht: die Symptome der überaktiven Blase sind gut therapierbar. So kommen neben verschiedenen Medikamenten auch Verhaltenstherapien wie das Führen eines Miktionstagebuches und Miktionstraining zum Einsatz. Ganz neu zugelassen für die Behandlung neurologischer Blasenentleerungsstörungen ist die Therapie mit Botulinumtoxin, das über die Lähmung der überaktiven Blasenmuskulatur wirkt. Zum Ende des Vortrages ging der Oberarzt auf die vielen Fragen aus dem Publikum ein und betonte: “Inkontinenz-Vorlagen sind nur eine Hilfe - keine Therapie“.
(DL, 24.11.2011)
VdK Ortsverband Burgsteinfurt beschließt das Jahr 2011
Der VdK Ortsverband Burgsteinfurt hatte zu seiner Jahresabschlussfeier auch die Mitglieder unserer Regionalgruppe eingeladen. Im adventlich geschmückten Landgasthof Teepe begrüßte die Vorsitzende Dorothea Stauvermann die Mitglieder beider Organisationen.
Beim festlichen Kaffeetrinken mit musikalischer Begleitung erhielten die Gäste überraschend Besuch vom Nikolaus. Der Nikolaus dankte dem Vorstand für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr und überreichte jedem Gast ein kleines Präsent. Einige Vorstandsmitglieder trugen besinnliche Geschichten vor, gemeinsam wurden Weihnachtslieder gesungen. Zum Ende der Veranstaltung wünschte Dorothea Stauvermann allen eine ruhige und besinnliche Adventszeit.
(MK, 20.11.2011)
Kompetenter Wissens- und Erfahrungsaustausch in Unna


Prof. Dr. med. Michael Schwarz, Klinikdirektor der Neurologischen Klinik im Klinikum Dortmund beim Vortrag. (Fotos: Hellweger Anzeiger)
Die Parkinson Regionalgruppe Unna hatte uns zu einem Vortrag von Prof. Dr. med. Michael Schwarz, Klinikdirektor der Neurologischen Klinik im Klinikum Dortmund, eingeladen. Die Gruppen Kreis Steinfurt und Gronau sind mit 52 Teilnehmern zu diesem besonderen Ereignis nach Unna angereist: Mit einer rund 2 Stunden dauernden Busfahrt, bei der die Mitglieder in der Region an mehreren Anlaufpunkten abgeholt wurden.
Der erfahrene Parkinsonspezialist berichtete kurz über neue Entwicklungen in Diagnose und Therapie. Das Highlight des Tages war anschließend eine offene Fragestunde mit Erfahrungsaustausch, die Prof. Schwarz in einer lockeren und lebensnahen Art moderierte und Fragen sehr verständlich und ausführlich beantwortete. Es kam eine rege Diskussion mit den Teilnehmern zustande, bei der ein breites Spektrum von Problemen behandelt wurde. Viele Fragen, die sich im Alltag ergeben, aber auch spezielle Fragen z.B. zu Medikamenten und Nebenwirkungen kamen auf. Für die Teilnehmer gab dies einen vertieften Einblick in die vielschichtigen Probleme der Krankheit und in vielen Fällen auch praktikable Lösungsansätze.
Es war mit An- und Abfahrt ein langer Tag voller intensiver Eindrücke. Jeder konnte sich bei dem Erfahrungsaustausch wieder finden und Anregungen mitnehmen. Die Teilnehmer sind auf dem Weg zum mündigen Patienten einen Schritt weitergekommen. Der Aufwand hat sich gelohnt. Auch zukünftig planen wir weitere gemeinsame Veranstaltungen.
(HW/RK, 10.11.2011)
Hohe Erwartungen an die neue Hauptgeschäftsführerin des vfa:
Birgit Fischer beim 18. vfa-Round-Table
Fachtagungen dienen auch der Kontaktaufnahme bzw. der Kontaktpflege: Birgit Fischer freute sich über das Wiedersehen mit Norbert Klapper (l.) und Reiner Krauße und bot die Zusammenarbeit an.
Eine wiederum interessante Fachtagung bot der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa), der 18. in der Reihe der jährlich stattfindenden Veranstaltungen: Norbert Klapper vom Versicherten- und Patientennetzwerk im Kreis Steinfurt und Reiner Krauße waren in Berlin und haben sich die Vorträge zum diesjährigen Thema „Erste Erfahrungen mit dem AMNOG – Auswirkungen auf Patienten“ angehört.
AMNOG steht für Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz, in Kraft seit Januar 2011. Seither müssen in einem präzise vorgegebenen Zeitrahmen Arzneimittel, die neu auf den Markt gebracht werden, auf deren zusätzlichen Nutzen (für Patienten!) gegenüber bereits auf dem Markt befindlichen Vergleichstherapien überprüft werden. Dem folgt die Entscheidung über die endgültige Zulassung und die Aushandlung des Preises, den die Krankenkassen dafür zahlen. Und dabei übernimmt der vfa am Verhandlungstisch eine bedeutende Aufgabe. Um die „Neuordnung des AMNOG aus Patientensicht“ ging’s, um den „Nutzen für Versicherte und Beitragszahler“, um „die frühe Nutzenbewertung aus Sicht des IQWIG“ (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen). Auch Patientenvertreter hatten Gelegenheit, in kurzen Stellungnahmen ihre Erfahrungen mit dem neuen Gesetz zu schildern.
Den Höhepunkt der Tagung bildete der mit Spannung erwartete Auftritt von Birgit Fischer, seit Frühjahr 2011 neue Hauptgeschäftsführerin des vfa mit seinem Sitz in der Nähe des Berliner Gendarmenmarktes. Spannung, weil die geborene Bochumerin, seit 1981 Mitglied der SPD und von 1998 bis 2005 unter anderem Gesundheitsministerin in NRW, 2007 ihr Landtagsmandat niederlegte, um in den Vorstand der Barmer Ersatzkasse zu wechseln, dessen Vorsitz sie von 2010 bis Frühjahr 2011 innehatte. War bereits dieser Wechsel insbesondere innerhalb der SPD auf teilweise Kritik gestoßen, wurde die Übernahme des Postens der Hauptgeschäftsführerin des vfa zum Teil als „verblüffender Seitenwechsel“, teilweise auch als „Verrat“ bezeichnet. Wer Birgit Fischer allerdings jetzt in Berlin erlebte, hatte Anlass, sich eine eigene Meinung zu bilden.
Im Zusammenhang mit Medizin, führte sie aus, werde vorrangig über die Kosten geredet, seltener über die Verbesserungen, die Kosten einsparen, zum Beispiel Krankenhausaufenthalte oder Pflegebedürftigkeit vermeiden helfen und so zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Statt vorrangig Pflegefälle hochzurechnen, solle man darüber nachdenken, wie ihr Anstieg verringert werden kann. Besonders aufhorchen ließ aber die folgende Aussage Birgit Fischers: “Die Industrie muss Verantwortung für die Gesundheit der Gesellschaft übernehmen, indem sie dazu beiträgt, dass benötigte Medikamente auch für alle bezahlbar bleiben beziehungsweise werden.“ Und mit Industrie meinte sie die Arzneimittelhersteller. Man darf also gespannt sein.
(NK, 27.10.2011)
Tiefe Hirnstimulation bei Parkinson
Vortrag von Dr. Lehrke, Chefarzt der Stereotaktischen Neurochirurgie in der St. Barbara Klinik, Hamm-Heessen.
Viele Parkinsonpatienten erleben, dass die medikamentöse Therapie ihrer Erkrankung an Grenzen stößt. Die Tiefe Hirnstimulation wird seit mehr als 10 Jahren in speziell ausgerichteten Zentren angewendet, seit 2009 auch in der St. Barbara Klinik in Hamm-Heessen. Für einen Teil der Parkinson-Patienten ist sie fester Bestandteil der Therapie geworden. Die Krankheit selbst kann damit nicht besiegt werden, dennoch hilft sie, viele der Symptome deutlich zu bessern und damit die Lebensqualität zu steigern.
Bei unserem Oktober-Gruppentreffen berichtete Dr. Lehrke, Chefarzt der Stereotaktischen Neurochirurgie in der St. Barbara Klinik, den Mitgliedern der Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt und des VdK Burgsteinfurt in seinem Vortrag über den neuesten Stand in der Erfahrung mit Tiefer Hirnstimulation und erläuterte, für wen diese Therapie in Frage kommt.
Sehr anschaulich und gut verständlich stellte er die Behandlungsmethode vor, bei der Elektroden in Gehirngebiete eingesetzt werden, die spezifische Funktionen im Regelkreis der Körperbewegung betreffen. Diese werden über einen Impulsgeber (Neurostimulator) gesteuert, der meist unterhalb vom Schlüsselbein eingesetzt wird. Damit werden elektrische Impulse an das Gehirn abgegeben, die individuell eingestellt werden müssen. Der "Hirnschrittmacher" kann dafür von außen angesprochen werden. Die Operation ist ein großer Schritt. Bereits operierte Patienten haben in der Gruppe über ihre - positiven - Erfahrungen berichtet.
(MRK, 13.10.2011)
Der VdK zapft an: Wir feiern gemeinsam Oktoberfest
Regionalleiter Norbert Hülswitt und Renate Preuß sind das Weinkönigspaar des Jahres 2011
Der Sozialverband VdK Ortsverband Burgsteinfurt feierte zusammen mit den Gästen des Ortsverbandes Borghorst und der dPV-Regionalgruppe Kreis Steinfurt traditionelles Oktoberfest, erstmalig im Landgasthof Teepe. Der stellv. Bürgermeister Heinz Hille stach symbolisch ein Freibier-Fass an und eröffnete das rustikale Treffen.
Viele Teilnehmer sind sowohl Mitglied im VdK als auch Teil der Parkinson-Gruppe. Unser Regionalleiter Norbert Hülswitt wurde mit Renate Preuß zum Weinkönigspaar des Jahres 2011 gekürt und bekam, na klar, ein Weinpräsent. Nach dem obligatorischen Ehrentanz brachten Vorstandsmitglieder noch einige humoristische Döhnkes zu Gehör. Mit einem Abendbrot in gemütlicher Runde ließen wir wieder einen sehr schönen Tag ausklingen.
(DST, 10.10.2011)
Elisabeth Veldhues (MdL) wird 333. Mitglied unserer Regionalgruppe
Vom Leitungsteam der Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt (v. l.) Herbert Weitemeier, Norbert Hülswitt, Reiner und Margret Krauße, Dorothea Stauvermann und Norbert Klapper, nahm MdL Elisabeth Veldhues (3. v. l.) ihre Aufnahmebestätigung entgegen.
Elisabeth Veldhues (SPD), Mitglied des Landtags NRW, hat sich der Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt angeschlossen, und zwar als Fördermitglied. Sie wird unter der Mitgliedsnummer 333 geführt. Seit vielen Jahren habe sie die Regionalgruppe als engagierte und selbstbewusste Vertreterin der Belange von chronisch kranken Menschen wahrgenommen. Das Gesundheitssystem stehe vor enormen Herausforderungen. Damit in der Diskussion die Rechte der Patienten, insbesondere der chronisch erkrankten, Gehör finden, werde die Stimme der Selbsthilfe gebraucht, und dabei wolle sie Unterstützung leisten, fasste Elisabeth Veldhues die Motive für ihren Beitritt zusammen. Den gleichen Schritt haben vor ihr bereits 123 weitere Personen getan, darunter auch PolitikerInnen anderer Parteien, in dem sie der Regionalgruppe als fördernde Mitglieder beigetreten sind. Die Zahl spricht für sich, wenn man sie der Anzahl der Fördermitglieder der Parkinson Vereinigung bundesweit gegenüberstellt: Etwa 1.000.
Aus der Sicht der Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt ist durch den Beitritt der Abgeordneten, die unter anderem Mitglied des Gesundheitsausschusses des Landtages ist, ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Vernetzung vollzogen.
(N.K., 16.09.2011)
Parkinson Regionalgruppe und VdK Burgsteinfurt auf Tour
Gruppenfoto bei Besuch der Deutschen Rentenversicherung
Besichtigung des Mühlenhof Freilichtmuseums in Münster
Am 09.09.11 machten sich die Mitglieder beider Organisationen auf den Weg nach Münster zur Deutschen Rentenversicherung Westfalen. Dort gab es umfassende Informationen zur Geschichte der Rentenversicherung und eine Hausbesichtigung, die von einigen Mitarbeitern mit interessanten Hintergrundinformationen begleitet wurde.
Im Anschluss daran ging die Fahrt weiter zum Mühlenhof. Bei einem Rundgang mit sachkundiger Führung durch das Gelände und die historischen Gebäude wurden den Teilnehmern der geschichtliche Hintergrund erläutert.
In der alten Dorfschule wurden Erinnerungen an die eigene Schulzeit wach. Ein gemeinsames Kaffeetrinken rundete das Programm ab. Auf Grund der guten Resonanz wird es auch zukünftig gemeinsame Ausflugsfahrten geben.
(MRK, 09.09.2011)
Parkinsongruppe im Seniorenzentrum
Es wird kaum einen Parkinsonpatienten geben, der mit dem Fortschreiten seiner Erkrankung nicht an die eigene Pflegebedürftigkeit denkt. Aus diesem Grund fuhren die Gruppenmitglieder mit dem Bus nach Rheine in das Seniorenzentrum Kardinal-Galen-Ring.
Brigitte Haar, die Leiterin der Einrichtung und selbst auch Gruppenmitglied empfing die Gäste mit einer liebevoll gedeckten Kaffeetafel. Ihr Vortrag, mit umfassenden Informationen zum Thema Pflege, stieß bei den Teilnehmern auf großes Interesse. Alle sich daraus ergebenen Fragen wurden von Frau Haar ausführlich beantwortet. Mit einem Rundgang durch das Haus und einem herzlichen Dankeschön an Frau Haar und ihre Mitarbeiterinnen ging der Nachmittag zu Ende.
(MRK, 07.09.2011)
Parkinsonpatienten besuchen Marienhospital Emsdetten

Fotos: Dr. med. Peter Krege beim Referat und mit Sonja Wagner und Petra Geppert.
Mitglieder der Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt, Gronau und die Freunde des VdK Burgsteinfurt und Nordwalde trafen sich zu einer sehr informativen Veranstaltung im Marienhospital Emsdetten. Sie folgten einer Einladung des langjährigen Mitglieds der Regionalgruppe Kreis Steinfurt, Dr. med. Peter Krege, Arzt für Innere Medizin und Diabetologe(DDG).
Parkinsonpatienten leiden erfahrungsgemäß häufig unter Bluthochdruck, welcher auf Grund der sensiblen Parkinsontherapie schwer zu behandeln ist. Darauf ging Dr. Krege in seinem Vortrag : "Neues zur arteriellen Hypertonie" ein. Zusätzlich gab es verschiedene hilfreiche Broschüren und Rezeptvorschläge für eine salzarme Ernährung. Anschließend besichtigten die Gäste gruppenweise die neue CT Anlage und die Physikalische Abteilung des Hauses.
Aus dem Team von Dr. Krege begleiteten Schwester Petra Geppert und der Physiotherapeut Stefan Vehoff die Gruppe. Sie gaben erklärende Informationen zu den Geräten sowie zu den aufkommenden Fragen. Die Veranstaltung wurde von den Teilnehmern als sehr informativ und hilfreich für den Alltag empfunden.
(MRK, 18.08.2011)
Parkinsonpatienten gehen in die HELIOS Klinik Hagen-Ambrock…

Fotos: Prof. Dr. med. Wolfgang Greulich beim Referat und mit unseren Gruppenmitgliedern
… aber diesmal nur zu Besuch. Und das war außerordentlich informativ! 45 Mitglieder unserer Regionalgruppe machten sich auf die Reise zur HELIOS Klinik Hagen Ambrock. Sie folgten einer Einladung von Professor Dr. med. Wolfgang Greulich, Ärztlicher Direktor der Klinik. Er ist der Gruppe schon seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden. In der Klinik besichtigten die Gäste alle Abteilungen, die für die Diagnostik und Therapie des Morbus Parkinson wichtig sind. Aus dem Team von Professor Greulich sorgten die Hausdame, Frau Frank und Dr. phil. Grün, Musiktherapie und Öffentlichkeitsarbeit, für erklärende und vor allem verständliche Informationen.
Professor Greulich nahm sich die Zeit, das Wissen um die Krankheit Morbus Parkinson aufzufrischen und zu aktualisieren. Hierbei ging es besonders um das Thema "Parkinson und Bluthochdruck". In der Kombination stellen diese beiden Erkrankungen eine besondere Herausforderung für den behandelnden Arzt dar.
Auf dem Heimweg tauschten die Teilnehmer ihre Eindrücke aus: Alle waren froh, bei dieser Veranstaltung dabei gewesen zu sein. Sie bewerteten die gegebenen Informationen als interessant und für den Alltag sehr hilfreich. Die Gruppenleitung wurde ausdrücklich gebeten, auch weiterhin an diesem Veranstaltungskonzept festzuhalten.
In Ergänzung des jetzigen Besuches werden im kommenden Jahr die Ambrocker Sprachtherapeutin Martina Dahm und Musiktherapeut Dr. Matthias Grün zu Gast bei der Steinfurter Regionalgruppe sein; in einer um praktische Beispiele ergänzten Vortragsveranstaltung werden sie am 13. Juni 2012 Anregungen für ein musikunterstütztes häusliches Eigentraining geben. Schwer- und Zielpunkte werden hierbei eine verbesserte Artikulation, Atmung und Beweglichkeit sein.
(JT, 28.07.2011)
"Westfälische Edelsteine" - Forschung im Gesundheitswesen
Das Team mit Apotheker Olaf Rose erhält Preis "Best Practice Gesundheit.NRW" und initiiert Forschungsprojekt für eine bessere Patientenversorgung. Ziel ist es, Konzepte zu entwickeln und Modelle zu erproben, um die Patientenversorgung fachübergreifend zu optimieren. Es soll möglich werden, dass zum Beispiel Haus- und Fachärzte, Apotheker sowie Pflegeberater zusammen durch bessere Abstimmungsprozesse Patienten vor dem Hintergrund ihrer ganz persönlichen Krankheitsgeschichte optimaler behandeln können. Wir gratulieren unserem Regionalleiter Olaf Rose und dem Team zu diesem herausragenden Erfolg!
Mehr in einem Artikel der Westfälischen Nachrichten ...
>> Zeitungsbericht (PDF)
(Mit freundlicher Genehmigung: Westfälische Nachrichten, Dirk Drunkenmölle, 21.07.2011)
Gemeinsamer Ausflug des Sozialverband VdK Ortsverband Burgsteinfurt und der Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt war ein voller Erfolg
Am 16.07.11 waren Mitglieder des Sozialverbandes VdK Ortsverband Burgsteinfurt und der Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt gemeinsam zur 1. Halbtagsfahrt in diesem Jahr unterwegs. Mit über 80 Teilnehmern in zwei Bussen ging es zuerst zur Haarmühle nach Alstätte, wo schon die gedeckte Kaffeetafel im Biergarten wartete. Bei gutem Wetter und lebhaften Gesprächen schmeckten Kaffee und Kuchen im Freien besonders gut.
Anschließend ging die Fahrt weiter zur Führung in einer Käserei. Dort informierte die Käsemeisterin Daniela über die Käse-Herstellung.
Auf dem Heimweg wurde im Landhotel Althoff in Langenhorst eingekehrt, wo bei einem guten Abendessen der Tag ausklang.
Dorothea Stauvermann und Norbert Hülswitt waren sich einig, dass auf Grund dieser guten Resonanz in Zukunft weitere gemeinsame Fahrten durchgeführt werden sollen.
(DST, 19.07.2011)
Sommerfest mit Zauberpater und Ehrengästen


Foto 1-3: Schirmherr Heinz Hille, Karin Jöhring und Zauberpater Hermann Bickel mit Ingrid Wille
Das Wetter war alles andere als sommerlich, aber sonst hatte das Team um Margret und Reiner Krauße wie gewohnt ganze Arbeit geleistet und zum 11-jährigen Bestehen ein tolles Sommerfest für die Mitglieder der Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt organisiert, das im Landgasthof Teepe in Steinfurt am 13.07. stattfand.
MdB Claudia Bögel, Bürgermeister-stellvertreter Heinz Hille und Frau Karin Jöhring, Regionaldirektorin der IKK Rheine, Marianne und Ludwig Leuderalbert, Leiter der Parkinson Regionalgruppe Gronau und rund 90 Mitglieder waren gekommen.

Foto: Mitglied Claudia Bögel, MdB
Diesmal hörten sie keinen Fachvortrag, Entspannung pur war angesagt. Dafür sorgte - nach dem obligatorischen Kaffeetrinken - Pater Hermann Bickel. Fast eine Stunde lang versetzte er die Besucher mit seinen Zauberkünsten in Erstaunen und so sehr man sich bemühte, ihm auf die Schliche zu kommen, es gelang nicht. Dazu trug natürlich bei, dass der Pater nicht nur zauberte, sondern durch seine ununterbrochenen Wortspielereien die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer von seinen Händen auf seine Lippen lenkte. Immer wieder mit Beifall bedacht überließ er es am Schluss seinem begeisterten Publikum, ob er mehr „Styler Missionar“ oder denn „steiler Missio-Narr“ ist.
Erinnerungen wurden wach, als Ingrid und Dr. Hans Wille von der Parkinson Selbsthilfegruppe Unna einen Bildband über die gemeinsame Schwarzwaldreise beider Gruppen im Juni vorstellten. Beim Grillen am frühen Abend und einem tollen, von Annette Meyer gezauberten Nachtischbuffet, klang schließlich die wiederum sehr gelungene Veranstaltung aus.
(NK, 14.07.2011)
Parkinson Regionalgruppe Gronau feiert Sommerfest

Am 29.06. feierte die Regionalgruppe Gronau ihr Sommerfest und gleichzeitig das 3-jährige Bestehen. Der Regionalleiter Ludwig Leuderalbert und seine Frau Marianne begrüßten die Mitglieder in der "Alten Tenne" in Gronau-Epe.
Beim gemütlichen Kaffeetrinken sorgte Heinrich Vischedyk mit seinem Akkordeon für die musikalische Untermalung und animierte die Anwesenden zum Mitsingen. Weiter ging es im Programm mit einem humorvollen Vortrag durch den "Bauer aus Ochtrup", Hannes Fohrmann, der mit seinen plattdeutschen Dönekes für Erheiterung sorgte.
Bevor sich alle zufrieden auf den Heimweg machten, wurden mit Akkordeonbegleitung noch ein paar fröhliche Lieder gesungen.
Die Regionalgruppe Kreis Steinfurt gratuliert herzlich zum 3-jährigen Bestehen der Regionalgruppe Gronau und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit!
(MK, 30.06.2011)
Fotos:
(1) Hannes Fohrmann beim Vortrag links neben Ludwig Leuderalbert und Frau Marianne
(2) Die Regionalgruppe Gronau
Psychotherapeutische Unterversorgung im Kreis Steinfurt
Vor allem die unzureichende ambulante psychotherapeutische Versorgung im ländlichen Raum war Thema eines Treffens, zu dem der Paritätische eingeladen hatte. (von vorn l.):
Norbert Klapper (Paritätischer), MdB Bärbel Bas (SPD), Reiner Krauße (Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt), MdB Ingrid Arndt-Brauer (SPD), Dorothea Stauvermann (VdK), Renate Lemm (Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Kreistag Steinfurt, SPD) Jürgen Coße (Vorsitzender des SPD Unterbezirks Steinfurt), Wolfgang Elger (Vorstand des Psychotherapeutennetzwerks Münster und das Münsterland) und Gebhard Hentschel (stellvertreten Bundesvorsitzender und Landesvorsitzender der Deutschen Psychotherapeuten Vereinigung).
Die nachhaltige Unterversorgung des ländlichen Raumes im Bereich ambulanter Psychotherapie war für den Paritätischen im Kreis Steinfurt, der Anlass, das Mitglied des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages, Bärbel Bas (SPD), zu einem Gespräch einzuladen. Seit 2008 setzt sich der Paritätische im Kreis dafür ein, diesen Missstand zu beseitigen und hat mehrere Veranstaltungen zu dem Thema durchgeführt. Getan hat sich bislang nichts. Im Rahmen der anstehenden Erarbeitung eines Versorgungsstrukturgesetzes bedarf die Unterversorgung des ländlichen Raumes daher dringend der Erörterung, worauf und Wolfgang Elger für das Psychotherapeutennetzwerk Münster und das Münsterland und Gebhard Hentschel von der Deutschen Psychotherapeuten Vereinigung hinwiesen. Es droht den ländlichen Räumen nämlich eine weitere Verschlechterung, indem zum Beispiel im Kreis Steinfurt die Anzahl der inzwischen bestehenden 75 Sitze auf die 1999 ermittelten 59 reduziert wird.
Die Ursache des Misstandes ist, dass die 1999 festgeschriebene Anzahl der Sitze für Psychotherapeuten auf der Annahme beruhte, dass der damalige Istzustand dem tatsächlichen Bedarf entsprach, eine Fehlannahme, wie alle Eingeweihten wussten, mindestens aber inzwischen längst erkannt haben. Das führte nämlich zu der heutigen Situation: In der Spitze kommen in ländlichen Regionen bis zu 23106 Einwohner auf einen Psychotherapeuten, im Gegensatz zu den Kernstädten, in denen aktuell das Verhältnis 2577 : 1 beträgt. Wartezeiten auf eine ambulante psychotherapeutische Behandlung von einem Jahr sind daher im ländlichen Raum eher die Regel als die Ausnahme. Vor allem die Verweigerung der auch bei psychischen Erkrankungen dringend erforderlichen Hilfe, unnötig lange Krankschreibungen und sogar Frühverrentungen habe das unter anderem zur Folge. Bärbel Bas, erst seit 2009 Mitglied des Bundestages, nahm die Zusammenhänge mit Interesse zur Kenntnis. Sie sei überzeugt, dass die Bedarfe kleinräumiger festgelegt werden müssen, keinesfalls etwa für einen ganzen Landkreis. Als problematisch stelle sich aktuell dar, dass die Bundesländer bei der Festlegung der Bedarfszahlen mitreden, aber nicht mitbezahlen wollen. Norbert Klapper (Paritätischer) regte an, die Zuständigkeit des Gemeinsamen Bundesausschusses für die Verteilung der Sitze zu überdenken. In 12 Jahren habe der sich als unfähig und unwillig erwiesen, den erkannten Missstand zu beseitigen.
Reiner Krauße (Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt) mahnte das volle Stimmrecht der Patientenvertreter im Gemeinsamen Bundesausschuss an, eine Forderung der SPD seit 2010, worauf Bärbel Bas verwies und wofür sie sich weiter einsetzt. Im Gesundheitswesen gebe es eine Reihe von Fehlentwicklungen, die unnötige Ausgaben geradezu provozieren, kritisierte Norbert Klapper. Dazu gehöre, dass Krankenhäuser Sitze niedergelassener Ärzte aufkaufen können oder sich Ärzte an der Trägerschaft physiotherapeutischer Behandlungszentren beteiligen dürfen. Er appellierte an die Politik, solche Fehlentwicklungen anzugehen. Sie sei nicht Zuschauer sondern Gestalter, auch wenn es um unangenehme Themen gehen sollte.
(NK, 17.06.2011)
Parkinson: Sich bewegen bringt Segen!


Volles Haus hatten wir bei unserem Gruppentreffen am 15.06.11 im Landgasthof Teepe. Ca. 80 Teilnehmer stellten sich dem Motto: "Wer rastet, der rostet!" Das gilt besonders auch für Parkinsonpatienten, denen koordinierte Bewegungsabläufe erkrankungsbedingt häufig Probleme bereiten. Umso wichtiger ist es, regelmäßig und gezielt zu trainieren.
Den Gruppenmitgliedern wurde von dem Dipl.-Sportwissenschaftler Dr. Jörn Schramm und von Jürgen Perick eine neue Trainingshilfe vorgestellt - ein moderner Beintrainer - der von Norbert Hülswitt im Vorfeld schon erfolgreich getestet wurde. Der Beintrainer eignet sich sowohl zum aktiven wie auch zum passiven Training. Davon konnten sich die Anwesenden bei einem persönlichen Test überzeugen.
Im zweiten Teil der Veranstaltung referierte Ralf Kuphal, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, zu dem Thema: "Bewegungsstörungen und Sturzvermeidung bei Morbus Parkinson." Dazu gab er zahlreiche Hinweise zur Sturzvermeidung im häuslichen Umfeld.
Außerdem gab es eine praktische Anleitung zum "Sturztraining". Zum Abschluss gab Herr Kuphal Informationen zur Videounterstützten Parkinsontherapie und zeigte dazu Videoaufnahmen von Parkinsonbetroffenen vor und nach der Behandlung.
Im Anschluss beantworteten beide Referenten die individuellen Fragen der Veranstaltungsteilnehmer.
(MRK, 16.06.2011)
Tipps und Informationen zu Therapie und Alltag zum Nachlesen
Die Vorträge unserer Referenten sind aktuelle Hilfestellungen zu vielen Fragen, die sich Parkinson-Erkrankte und deren Angehörige zu stellen haben. Die Tipps und vertieften Inhalte zu Therapien und zur Alltagsbewältigung aus den Veranstaltungen gibt es jetzt zum Nachlesen: Wenn möglich veröffentlichen wir in der Rubrik "Informationen" Vortragsmaterialien als Präsentationen und Skripte. Mehr ...
(MRK, 14.06.2011)
Parkinson-Gruppenreise führte in den Schwarzwald
Eine Fahrt mit der Sauschwänzlebahn

Die Gruppe in Freiburg
Glücklich, zufrieden und voll schöner Eindrücke kehrten 46 Mitglieder der Parkinson Regionalgruppen Kreis Steinfurt, Gronau und Unna von ihrer Gruppenreise aus dem Schwarzwald zurück.
Das Reiseprogramm war der gesundheitlichen Situation der Mitreisenden angepasst: Das bedeutete, genügend Zeit für die Bewältigung der Wege mit der Unterstützung von Rollstuhl und Rollator zu haben, die Fahrangebote der Städte mit einer Touristenbahn direkt vor Ort zu nutzen, das Programm je nach Tagesverfassung möglichst flexibel und natürlich ohne Hektik zu gestalten.
So konnten der Schwarzwald, das Elsass, die Insel Mainau und die schöne Stadt Freiburg als ungetrübtes Vergnügen erlebt werden.
Beim geselligen Beisammensein am Abend ließ man die Tageseindrücke der nunmehr 9. Gruppenreise noch einmal Revue passieren.
Von den Beteiligten wurde der Wunsch geäußert, auch im nächsten Jahr wieder eine gemeinsame Gruppenreise durchzuführen.
(JT, 14.06.2011)
Die große Nachfrage nach Informationen rund um Morbus Parkinson haben den 3. Hiltruper Parkinson-Tag wieder zu einem vollkommenen Erfolg werden lassen. Über 300 Besucher, darunter zahlreiche dPV-Mitglieder aus Westfalen, kamen in das Herz-Jesu-Krankenhaus, um sich über die Therapiemöglichkeiten und die sozialrechtlichen Aspekte zu erkundigen. Die Ärzte der Klinik für Neurologie mit Klinischer Neurophysiologie boten eine Vielfalt von Themen, durch die Moderator und Chefarzt Dr. med. Wolfgang Kusch führte.
Therapiemöglichkeiten bei der fortgeschrittenen Parkinsonerkrankung
Keine großen Hoffnungen auf eine erfolgreiche Behandlung ohne Nebenwirkungen machte Dr. med. Michael Ohms. “Ein ideales Medikament gibt es nicht”, so der Oberarzt. Man könne lediglich den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Das sei der wichtigste Effekt. Besonders im Spätstadium sei der Patient schwer zu therapieren. Dazu zählen Wirkungsschwankungen bei der Aufnahme und Ausscheidung der Medikamente und die Schwierigkeit, einen Weg zwischen Unter- und Überbewegungen zu finden.

Dr. med. Wolfgang Kusch, Chefarzt der Neurologie mit Klinischer Neurophysiologie, Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup

Dr. med. Michael Kros, Oberarzt Neurologie

Das Team (von links): Alexander Geißler, Leiter der Physiotherapie, Jana Hempelmann, Physiotherapeutin, Dr. med. Christian Aufenberg, Oberarzt Neurologie, Dr. med. Michael Kros, Oberarzt Neurologie,
Dr. med. Wolfgang Kusch, Chefarzt Neurologie, Dr. med. Michael Ohms, Oberarzt Neurologie
Als ein gutes Notfallmedikament gelten Apomorphine, die innerhalb von zehn Minuten eine Beweglichkeit wiederherstellen, aber rasch aus dem therapeutischen Bereich herausfallen. Oft werde der therapeutische Bereich bei einer sehr schwer vorhersehbaren Beweglichkeit nicht erreicht. Dies ist bei dem Freezing-Phänomen der Fall, bei dem der Patient plötzlich stehen bleiben muss und sich nicht fortbewegen kann. Musikalische Taktgeber oder ein sog. Freezing-Stock können Abhilfe schaffen. Um die Spitzen einer Medikamentenkurve zu kappen, ist eine kontinuierliche Medikamentierung mittels Pens unter die Haut oder Pumpe direkt in den Dünndarm empfehlenswert. Dadurch kann der Dopamin-Mangel an den Rezeptoren im Gehirn bei gleichmäßiger Wirkstoff-Konzentration im Blutspiegel ausgeglichen werden. Die Handhabung einer Pumpe erfordert geschultes Personal.
Als weiterer Behandlungsansatz gilt die Tiefenhirnstimulation (DBS), bei der Elektroden in bestimmte Hirnareale gesetzt werden. Sie ist weniger für Risikopatienten geeignet als für jüngere Patienten. So konnte ein bereits aus dem Berufsleben geschiedener Mann nach der OP wieder seiner Tätigkeit nachgehen. Weltweit gibt es 50 000 Parkinson-Patienten, die mit einer DBS versorgt sind.
Neben- und Wechselwirkungen der Parkinsonmedikamente
Die Palette der Neben- und Wechselwirkungen der Parkinson-Medikamente ist groß. Dabei unterschied Dr. med. Christoph Aufenberg zwischen der pharmakokinetischen und der pharmakodynamischen Wechselwirkung, die individuell unterschiedlich sei. Da sei Chaosforschung gefragt, drückte sich der Oberarzt aus. Bei bis zu 15 Medikamenten am Tag herrsche eine Komplexität, der man kaum Herr werden könne. Deshalb empfiehlt er, möglichst wenig Medikamente zu verschreiben, um deren Gefahr der Wirksamkeits-Verstärkung oder -Verminderung zu mindern. So viel wie nötig, nicht mehr als erforderlich.
Die häufigsten Nebenwirkungen sind Schlafstörungen, Müdigkeit, Halluzinationen, Übelkeit, gar Herz-Rhythmus-Störungen. Vorsicht gilt bei Migränemitteln. Bei dem Serotoninsyndrom nach Einnahme von MAB-B-Hemmern kann es zu akuter Lebensgefahr kommen. Gewarnt hatte Dr. Christoph Aufenberg auch vor Neuroleptika. Generell empfiehlt es sich, Parkinson-Medikamente 30 Minuten vor oder zwei Stunden nach der Mahlzeit einzunehmen, um die Gefahr der Wechselwirkungen herabzusetzen. Näheres über die Wechselwirkungen von Parkinson-Medikamenten findet man bei www.parkinson-datenbank.de.
Parkinson und Führerschein
Auch sozialrechtliche Themen kamen nicht zu kurz. So riet Dr. med. Michael Kros bei aufkommender Fahrtuntüchtigkeit unbedingt den Hausarzt zu informieren und nicht die Fahrerlaubnisbehörde. “Wir raten dringend davon ab,” so der Oberarzt der Neurologie. Diese würde ein Gutachten anfordern, das neben hoher Kosten ein bürokratisches Gangwerk einleite und mit einem meist negativen Bescheid ende. Häufigste Fehlverhalten im Straßenverkehr seien falsche Einschätzung der Geschwindigkeit, der Position z.B. beim Einparken oder der Linienführung sowie der Orientierung. Was den meisten Menschen nicht bewusst ist, dass bei grober Fahrlässigkeit eine Strafandrohung bis zu fünf Jahren bestehe. Möglichkeiten, sein Fahrverhalten zu testen, gibt es beim Zentrum für Neurologische Rehabilitation in Münster.
Krankengymnastische Behandlung bei der Parkinsonerkrankung
Wege der krankengymnastischen Behandlung zeigte Alexander Geißler auf. In den Anfangsstadien sind Gruppengymnastik, Gleichgewichtstraining und regelmäßige Bewegungstherapie wichtige Bestandteile der Parkinson-Therapie. In den späteren Stadien werden zunehmend Hilfsmittel zur Stabilisierung der Standfestigkeit und beim Gehen in der Einzeltherapie zum Einsatz kommen. Haltungs- und Gangübungen, Krafttraining und Maßnahmen zur Detonisierung der Rückenmuskulatur lindern die Krankheit. Gleichzeitig erhalten die Patienten Training auf dem Laufband oder Ergometer, bei dem das Gehirn bis zu 25 Prozent mehr durchblutet wird als im Normalzustand. Neue aus den USA kommende Systeme unterstützen die physiotherapeutische Behandlung. So verbessert eine Aktivität des Patienten mit 90 Umdrehungen pro Minute auf dem sog. Forced Exercise Tandem spürbar sowohl die Hirntätigkeit als auch den Tremor. Damit die Besucher einen Eindruck von den physiotherapeutischen Möglichkeiten erhielten, studierte Jana Hempelmann gleich ein paar Sitzübungen mit ihnen ein.
(Bericht: Helga Kretzschmar)
(MRK, 20.05.2011)
Unser Ehrenmitglied Daniel Bahr wurde zum Gesundheitsminister ernannt
Als Daniel Bahr im Jahr 2009 Ehrenmitglied unserer Regionalgruppe wurde, geschah dies, weil er immer ein offenes Ohr für unsere Probleme hatte.
Heute wurde Daniel Bahr von Bundespräsident Wulff zum Bundesgesundheitsminister ernannt.
Die Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt gratuliert ihm sehr herzlich und wünscht ihm für sein neues Amt viel Freude und Kraft.
(JT, 12.05.2011)
Parkinsongruppe besichtigt Essmann’s Backstube
Foto: Die Gruppe bei der Betriebsbesichtigung in Altenberge
45 Mitglieder sind der Einladung unseres langjährigen Mitglieds Margret Essmann zur Besichtigung des Betriebes Essmann´s Backstube gerne gefolgt. Zwei kompetente Mitarbeiter weihten uns im Beisein der Seniorchefin Margret Essmann in die Abläufe eines Großbackbetriebes ein.
Niemals hätten wir geglaubt, wie viel handwerkliches Geschick – trotz Unterstützung durch hochmoderne Maschinen, Laufbänder und Computer - nötig ist, um hervorragende Backqualität abzuliefern.
Von dieser Qualität konnten wir uns bei einem anschließenden Kaffeetrinken mit einer leckeren Verkostung überzeugen. Wir danken Margret Essmann und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für diesen gelungenen Nachmittag!
(JT, 11.05.2011)
Osterkerze für Kriegergedächtniskapelle
Foto: Schirmherr Heinz Hille und Reiner Krauße zünden die Kerze an
Die dPV Regionalgruppe Kreis Steinfurt spendete zum Osterfest eine speziell angefertigte Kerze für die Kriegergedächtniskapelle in Steinfurt-Borghorst.
Der Schirmherr der Gruppe, Heinz Hille, engagiert sich seit Jahren mit seiner Ehefrau Gisela für den Erhalt der Kapelle. Beide freuten sich sehr über die Kerze, die nun für die nächsten Wochen die Besucher der Kapelle erfreuen wird.
(MK, 23.04.2011)
Foto von links nach rechts:
H. Weitemeier, N. Klapper, Dr. Hense, N. Hülswitt, M. Erwig-Kaul, R. Krauße, L. Leuderalbert, D. Stauvermann, K. Meiers

Vortrag von Klaus Meiers
Als neue Fördermitglieder der Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt begrüßte Regionalgruppenleiter Reiner Krauße am Mittwoch Dr. med. Dieter Hense, Facharzt für Neurologie, aus Rheine und Martina Erwig-Kaul für die Caritas Sozialstation Steinfurt. Sie wurden von der Versammlung herzlich empfangen.
Im Mittelpunkt des Treffens stand dieses Mal die Pflegeversicherung. Diplom Pflegewirt Klaus Meiers (Pflegedienst ACURAS Ambulante Krankenpflege) gab zunächst einen anschaulichen Überblick über die Leistungen des SGB XI. Und wer meinte, schon alles zu wissen, sah sich getäuscht. So sieht das Gesetz zum Beispiel vor, dass Personen, bei denen neben dem Hilfebedarf im Bereich der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung ein erheblicher Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung gegeben ist, Leistungen in Höhe von 100 beziehungsweise 200 Euro pro Monat zusätzlich erhalten können. Und zwar auch dann, wenn der Pflegebedarf das Ausmaß der Pflegestufe 1 nicht erreicht. Der Bedarf muss durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen festgestellt werden. Für Personen, die einen Angehörigen mindesten 14 Stunden pro Woche pflegen und die nicht oder bis zu 30 Stunden pro Woche berufstätig und selber noch nicht im Rentenalter sind, zahlt die Pflegekasse Beiträge in die Rentenversicherung ein. Teilen sich allerdings zwei Angehörige die 14 Pflegestunden, so zahlt die Pflegekasse keine Rentenversicherungsbeiträge.
Der wohl wichtigste Rat von Klaus Meiers lautete: Bevor Sie sich den Medizinischen Dienst der Krankenkassen ins Haus holen, lassen Sie sich von qualifizierten Pflegediensten beraten.
Die allgemeinen und individuellen Fragen der Gruppenmitglieder wurden anschließend von Klaus Meiers ausführlich beantwortet.
(NK, 13.04.2011)
Ehrenmitglied Daniel Bahr hat eingeladen
Foto von links nach rechts: Antonia Recker, Margret Krauße, Daniel Bahr, Reiner Krauße, Norbert Hülswitt, Helmut Harlemann, Franz Recker
Der Kontaktpflege diente die Teilnahme von sechs Mitgliedern unserer Regionalgruppe an einer Diskussionsveranstaltung des Forum Liberal in Münster. Eingeladen hatte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Daniel Bahr. Zur Erinnerung: MdB Daniel Bahr (FDP), wurde im Jahr 2009 zum Ehrenmitglied unserer Regionalgruppe ernannt, weil er sich in der Vergangenheit mehrfach für unsere Interessen in Berlin stark gemacht und sich für unsere Gruppe immer Zeit genommen hat. Diesmal ging es in Münster jedoch nicht um gesundheitspolitische Fragestellungen, sondern um aktuelle wirtschaftspolitische Aspekte.
Nicht zur Sprache kamen die Ergebnisse der jüngsten Landtagswahlen und auch nicht die von der FAZ verbreitete Meldung einer möglichen Kabinettsumbildung, die für unser Ehrenmitglied einen weiteren Karriereschritt bedeuten würde. Angeblich, so die FAZ, soll nämlich Guido Westerwelle Daniel Bahr das Gesundheitsressort und Philipp Rösler das Wirtschaftsministerium angeboten haben. Die Parteizentrale in Berlin dementiert allerdings...
(JT/ NK, 30.03.2011 )
Erstes Treffen des „Forum Migration“ im Paritätischen
Foto:
VertreterInnen von Mitgliedsorganisationen des Paritätischen diskutierten in Ibbenbüren über die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund.
Vertreter verschiedener Mitgliedsorganisationen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes aus sehr unterschiedlichen Bereichen der sozialen Arbeit trafen sich in Ibbenbüren zum ersten „Forum Migration“. Diskutiert wurde die Frage: In welcher Weise betrifft das Thema Migration unsere konkrete Arbeit? Unter der Leitung von Ralph Jenders (Begegnungszentrum für Ausländer und Deutsche Ibbenbüren und Vorstandsmitglied des Paritätischen) kamen verschiedene Aspekte zur Sprache.
Reiner Krauße (Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt) und Rita Leifker (Weißer Ring) machten deutlich, dass es bislang sehr schwer bis unmöglich ist, Personen mit Migrationshintergrund mit den Angeboten ihrer Organisationen zu erreichen. Dem stimmten auch VertreterInnen anderer Organisationen zu. Mangelnde Sprachkenntnisse, aber auch unterschiedliche kulturelle Hintergründe sind Ursachen dafür. Auch am Beispiel Migranten als Patienten wurden Probleme deutlich, etwa wenn es um Besuche von Angehörigen geht, die sich ein Mehrbettzimmer mit Patienten teilen, die aus anderen Kulturkreisen stammen. Gleiches gilt für Pflegepersonal, das die Kultur des Patienten nicht hinreichend kennt. Über Schwierigkeiten von Migranten im Umgang mit Behörden, Krankenkassen, Versicherungen etc. wurde berichtet. Das Fehlen von Pflegefamilien gleicher kultureller Herkunft für den Fall, dass ein Kind im Rahmen der Jugendhilfe aus seiner Familie genommen werden muss, wurde beklagt.
Es blieb aber nicht beim Aufzeigen von Missständen, sondern auch über Lösungsmöglichkeiten wurde diskutiert, zum Beispiel, die interkulturelle Kompetenz von Mitarbeitern in der sozialen Arbeit durch Schulungen zu verbessern. Hierzu soll eine Bedarfsumfrage bei den Mitgliedseinrichtungen gestartet werden. Besprochen wurden ferner die Bildung eines „Dolmetscherpools“ und die Frage, wie man an dringend gesuchte Fachkräfte mit Migrationshintergrund kommt, sowie Möglichkeiten der Beförderung des kollegialen Austausches. Norbert Klapper, Kreisgruppenvorsitzender des Paritätischen, bat die Teilnehmer, die Zeit bis zum nächsten Treffen zu nutzen und zwischenzeitlich gewonnene Erkenntnisse der Kreisgeschäftsstelle des Paritätischen mitzuteilen. Den Appell richtete er auch an Mitgliedsorganisationen, die sich bisher zu diesem Thema noch nicht angesprochen fühlen.
(PM/ NK, 23.03.2011)
Informationen zum dPV Gruppenvertrag und zur Bestattungsvorsorge
Auch bei unserem Gruppentreffen am 16. März hat sich wieder gezeigt, dass unser Gruppenleben ebenso interessant wie gesellig ist. Es wäre aber nicht die Regionalgruppe Kreis Steinfurt, wenn nicht zum geselligen Beisammensein auch ein hochinteressanter Informationsteil angeboten würde. Unsere Mitglieder Hermann und Katharina Lindhof, Provinzialgeschäftsstellenleiter Steinfurt, erklärten den Anwesenden den Gruppenvertrag der Deutschen Parkinson Vereinigung e.V. mit der Provinzial Versicherung. Sie machten vor allem deutlich, dass nicht nur die dPV Mitglieder selbst von diesem Rahmenabkommen profitieren können. Auch deren Angehörige, wie Kinder und Enkelkinder, haben die Möglichkeit, über diesen Gruppenvertrag Absicherungen zu vergünstigten Bedingungen abzuschließen. Für eine individuelle Beratung zu dem dPV Gruppenvertrag sind Hermann und Katharina Lindhof telefonisch unter der Nummer 0800 - 2507500 zu erreichen.
Unser Mitglied Markus Dartmann, Bestattungsinstitut Dartmann, wagte gemeinsam mit uns einen Blick nach vorn - zum Lebensende. Er machte deutlich, dass es überaus sinnvoll ist, sich zu Lebzeiten damit zu beschäftigen, wie die eigene Bestattung einmal geregelt werden soll. Damit werden den Hinterbliebenen Mühen und Kosten erspart. Dabei war ein Aspekt für die Mitglieder von ganz besonderem Interesse: Immer wieder erleben Pflegebedürftige , dass ihr gesamtes Vermögen für die Pflege ausgeben werden muß. Erst, wenn der letzte Cent verbraucht ist, springt das Sozialamt ein. Eine Geldreserve für die eigene Beerdigung wird ohne Vertrag mit einem Bestatter von den Behörden nicht akzeptiert. Um sich und die Angehörigen zu schützen ist es sinnvoll, noch zu Lebzeiten mit einem Bestattungsunternehmen einen Bestattungsvorsorge-Vertrag abzuschließen.
Die anwesenden Mitglieder waren sich am Ende des Treffens einig, dass sie wertvolle Informationen zu dieser sensiblen Thematik mit nach Hause nehmen konnten und bedankten sich dafür bei den Referenten.
(JT, 17. 03.2011 )
Der 7. Deutsche Parkinson-Kongress in Kiel
Zeitungsbericht von Donnerstag,10.03.2011
der Kieler Nachrichten
Wir waren letzte Woche vom 10. bis 12. März in Kiel beim Parkinsonkongress der Deutschen Parkinsongesellschaft.
Hauptthema der Tagung waren neue Behandlungsansätze. Wie immer: Viele Informationen, Kontakte und mehr. Beim nächsten Gruppentreffen werden wir von unseren Eindrücken im Detail berichten. Mit freundlicher Genehmigung der Kieler Nachrichten gibt es hier einen Artikel zum Kongress...
Zeitungsbericht
>> PDF (1 Seite, 245 KB)
(MRK, 14.03.2011)
Parkinsongruppen beim 1. Dülmener Parkinson-Tag
Gymnastik mit Musik

Volles Haus beim Parkinson-Tag

Dr. Pérez-Gonzáles, Chefarzt der Neurologie und sein Team hatten die Mitglieder der Regionalgruppen Kreis Steinfurt, Gronau, Unna und Dülmen zum 1. Dülmener Parkinson-Tag in das Franz-Hospital eingeladen. Der Einladung waren gut 120 Teilnehmer gefolgt. Die Besucher lernten dabei nicht nur die Therapiemöglichkeiten kennen sondern auch die Diagnostik und verschiedene Medikamenteneinstellungen bei Parkinson.
Sehr verständlich und anschaulich referierten die Ärzte über die Duodopa- und Apomorphin-Pumpe sowie über die Indikation zur Tiefen Hirnstimulation. Physiotherapeut Thomas Kneese brachte die begeisterten Teilnehmer mit schwungvollen gymnastischen Übungen bei flotter Musik in Bewegung. Auch die weiteren Therapeuten des Hauses stellten sich und ihre Arbeit vor, so dass die Patienten wissen, mit wem sie es zukünftig im Franz-Hospital zu tun haben. In einer entspannten Atmosphäre konnten die Teilnehmer nicht nur zu den einzelnen Vorträgen ihre Fragen stellen sondern nachher auch individuell die entsprechenden Fachleute befragen.
Auf Grund der hervorragenden Resonanz hat Dr. Pérez-Gonzáles bereits weitere Parkinson-Tage, auch für andere Regionalgruppen, in Aussicht gestellt.
(MK, 28.02.2011)
Regionalleiter von links nach rechts:
Herbert Weitemeier, Reiner Krauße, Margret Krauße, Marianne Leuderalbert, Ludwig Leuderalbert, Dorothea Stauvermann, Dr. Hans Wille, Norbert Hülswitt, Margret Kann, Dr. Pérez-Gonzáles, Renate Hörbelt, Marianne Ihne
Informative Parkinson-Veranstaltung

Vortrag von Dr. Olaf Rose

Dr. med. Christoph Aufenberg und Dr. med. Michael Ohms, Oberärzte der Neurologie Herz-Jesu-Krankenhaus, Münster-Hiltrup

Facharzt für Innere Medizin Dr. Frank Vossen

Dr. Olaf Rose inmitten des Leitungsteams (v. l.) Norbert Hülswitt, Dorothea Stauvermann, Herbert Weitemeier, Dr. Olaf Rose, Margret und Reiner Krauße, Norbert Klapper
Dem wie üblich guten Besuch entsprach der Informationsgehalt, denn wiederum viel Wissenswertes war bei der Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt zu erfahren, die sich bei Teepe traf. Unter den 90 Teilnehmern waren auch Mitglieder vom VdK Burgsteinfurt, Nordwalde und Metelen, um die Infovorträge zu hören: Als neue Fördermitglieder stellten sich der leitende Oberarzt Dr. Michael Ohms und Oberarzt Dr. Aufenberg vom Herz-Jesu-Krankenhaus Hiltrup vor, mit dem die Parkinson Regionalgruppe eine jahrelange Zusammenarbeit pflegt, sowie Dr. Frank Vossen, der über die Probleme im Zusammenhang mit der seit 1. Februar geltenden mit großen Mängeln behafteten Regelung des ärztlichen Notdienstes berichtete und in diesem Zusammenhang harsche Kritik an der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe übte.
Hauptreferent Apotheker Dr. Olaf Rose wies zunächst auf ein paar klassische Falschmedikationen hin. Retardtabletten (sie sollen mit Verzögerung wirken), dürften nicht geteilt werden, weil dann der gesamte Wirkstoff sofort aufgenommen wird. Die Medikamenteneinnahme „vor“ dem Essen solle spätestens 30 Minuten vorher erfolgen, die „nach“ dem Essen etwa zwei Stunden später. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen standen allerdings einige seit Januar 2011 geltende Regelungen im Gesundheitswesen, die für die Patienten überwiegend nachteilig wirkten. Obschon der Referent sehr anschaulich referierte oder gerade deshalb wurde deutlich, dass es zu Neuregelungen gekommen ist, die so unüberschaubar sind, dass man bei allem Wohlwollen nur noch den Kopf schütteln kann. Das gilt unter anderem für die Zuzahlungsregelungen und das Abrechnungssystem der Apotheken gegenüber den Krankenkassen. Schwarz-gelb habe Vereinfachungen versprochen, aber das Gegenteil sei eingetreten. Überraschendes Resümee: In 2010 haben die Krankenkassen weniger für Medikamente ausgegeben als 2009 und die Aussage, in Deutschland seien die Medikamente am teuersten sei schlicht falsch, was deutlich werde, wenn man vergleiche, wie sich die Preise hier und im Ausland zusammensetzen.
Für seine über zehnjährige ehrenamtliche Tätigkeit in der Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt wurde Dr. Olaf Rose sodann vom Vorsitzenden des Paritätischen im Kreis Steinfurt, Norbert Klapper, im Auftrag seines Landesverbandes mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Dr. Rose hat vor gut elf Jahren Reiner Krauße ermuntert, die Selbsthilfegruppe für Parkinsonerkrankte und deren Angehörige zu gründen. Heute zählt die Gruppe 323 Mitglieder, und das ist auch Olaf Roses Verdienst. Aber nicht nur das, seit der Gründung unterstützt der Apotheker die Gruppe, deren Leitungsteam er auch angehört, in dem er für einen Großteil der zu leistenden Arbeit gerade steht, z. B. für das Drucken und Versenden von Material an die Gruppenmitglieder.
(NK, 17.02.2011)
Informationen zur Parkinsonmedikation von Olaf Rose
>> Powerpointpräsentation als PDF (24 Seiten, 1.2 MB)
Vortrag der Logopädin Cordelia Vaerst
Die Stimme wird leiser, die Aussprache verschwommen, das Sprechen mühsam. Das sind typische Symptome für Menschen, die unter Morbus Parkinson leiden. Sie führen nicht selten zur sozialen Isolation. Darum widmet sich die Parkinsonforschung ganz gezielt diesem Beschwerdebild. Die Verbesserung der Sprache ist allein mit Medikamenten oft nicht zu leisten. Parkinsonpatienten brauchen eine logopädische Begleitung. Leider zeigt der Patientenalltag, dass es nicht immer einfach ist, für die entsprechende Behandlung eine Verordnung zu bekommen.
Um dieses Thema - und vor allem um moderne logopädische Therapiekonzepte für Parkinsonpatienten - ging es bei dem gut besuchten Gruppentreffen der dPV Regionalgruppe Kreis Steinfurt am 12. Januar im Landgasthof Teepe. Referentin war Cordelia Vaerst (dbl), die in ihrer Praxis für Logopädie und Lerntherapie in Borghorst auch immer wieder mit Parkinsonpatienten arbeitet. Nach ihrem interessanten und informativen Vortrag entschieden sich spontan mehrere Parkinsonpatienten, an ihrer Stimme zu arbeiten und diese Therapie mit Frau Vaerst durchzuführen. Die Teilnehmer an der logopädischen Therapie werden bei späteren Gruppentreffen über ihre Erfahrungen berichten.
Bei dieser Veranstaltung stellte sich Friedrich Wilhelm Spelsberg, Arzt für Inneres und Hömöopathie aus Burgsteinfurt, als neues Mitglied vor.
(JT, 13.01.2011)
Neujahrsgrüße der besonderen Art
Vertreter des Regionalleiterteams der Parkinsongruppe bedanken sich bei dem Ehepaar Dartmann für die großzügige Spende. (Von links nach rechts: Werner Stauvermann, Norbert Hülswitt, Dorothea Stauvermann, Reiner Krauße, Markus Dartmann, Elisabeth Dartmann, Herbert Weitemeier, Manfred Dartmann)
2010 war für die Parkinson Regionalgruppe Kreis Steinfurt ein besonderes Jahr. Sie feierte ihr 10-jähriges Bestehen. Zum Abschluss des Jubiläumsjahres erreichte die Selbsthilfegruppe nun noch eine großzügige Spende. Das Unternehmen Manfred Dartmann aus Burgsteinfurt, seit über acht Jahren Fördermitglied, honorierte mit einer Geldspende das Engagement der Selbsthilfegruppe.
„Diese Selbsthilfegruppe der Parkinsonerkrankten ist das beste Beispiel dafür, wie ehrenamtliches Engagement die Lebenssituation des Einzelnen zu verbessern vermag“, erklärt Manfred Dartmann. Seine Frau Elisabeth ergänzt: „Chronische Erkrankungen sind nicht allein durch Ärzte und andere Heilberufe zu bewältigen. Nur wenn der Patient bereit ist, selbst an seinem Wohlergehen aktiv mitzuwirken, hat er eine Chance, seine Lebensqualität zu verbessern.“ Ehrenamt und aktive Selbsthilfe sehen Manfred und Elisabeth Dartmann in der dPV Regionalgruppe Kreis Steinfurt vorbildlich verwirklicht. Sie wünschen sich, dass ihre Spende ein Beitrag für ein weiteres erfolgreiches Bestehen im Jahr 2011 darstellt.
(JT, 03.01.2011)